Hilflose Kommunikation am Ende des Wahlkampfs

Da sinken die Umfragewerte von CDU und FDP, die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt sind alles andere als sonnig. Und was fällt den Vertretern der Regierungskoalition bei den letzten Wahlkampfauftritten im Kreis Calw in Althengstett und Schömberg dazu in ihrer Wahlkommunikation ein?

Nichts. Herr Goll frischt alte Floskeln in Sachen S21 auf und schürt wortreich und bildhaft die Ängste vor einem „rot-grünen Diktat“, das alle Schüler „zehn Jahre zusammensperren“ wolle. Das andernorts nachweislich erfolgreiche und auch in großen Teilen der Elternschaft mit Wohlwollen betrachtete Modell der Basis- oder Gemeinschaftsschule mit längerem gemeinsamem Lernen, „riecht“ für ihn gar nach „Sozialismus“.

Und Ministerpräsident Mappus? Er schimpft nach wie vor auf die angebliche „Dagegen-Partei“ und fährt bezüglich des Länderfinanzausgleichs Angriffe gegen Kurt Beck und – die immer wieder beliebte Zielscheibe – Klaus Wowereit. Vom geneigten Publikum wird er dafür mit Applaus belohnt. Der informierte Wähler dürfte eine solche Rhetorik einzuordnen wissen. Von Parteivertretern, die weiter regieren wollen, darf man kommunikativ und inhaltlich mehr erwarten, finde ich. Aber die Botschaften, die mir solche Auftritte vermitteln sind: Hilflosigkeit und Verzweiflung.

Hier ein paar Beispiele dazu:

http://regionews-cw.de/schoemberg-ministerpraesident-stefan-mappus-im-kurhaus-27110/#more-27110

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.althengstett-goll-wird-schau-gestohlen.48a75ed8-a177-4a28-b3d0-3e5982672b12.html

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schoemberg-im-endspurt-schlaegt-mappus-leise-toene-an.6d0e3535-f9d9-444d-80d0-f21f824424db.html

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